Italo plant 2028 Hochgeschwindigkeitszüge auf deutschen Top-Strecken
Pro Bahn begrüßt Italos geplanten Einstieg in den deutschen Fernverkehr
Der italienische Bahnbetreiber Italo will ab 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv werden und stark frequentierte Strecken wie Berlin–München sowie Köln–Frankfurt–München bedienen. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn sieht darin eine Chance, den Wettbewerb im gesamten Land zu beleben.
Italo plant, ab 2028 Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen den großen deutschen Städten anzubieten. Zu den wichtigsten Strecken zählen Berlin–München, München–Hamburg und Köln–Frankfurt–München – allesamt stark ausgelastete Korridore im deutschen Schienennetz.
Pro Bahn unterstützt den Vorstoß, warnt jedoch davor, dass sich neue Anbieter ausschließlich auf die lukrativsten Strecken konzentrieren. Die Vereinigung pocht darauf, dass regionale Verbindungen beim Vergabeverfahren für Trassen geschützt bleiben müssen. Zudem fordert sie ein einheitliches Tarifsystem für alle Fernverkehrsanbieter, das auch Zeitkarten und eine gemeinsame Lösung nach dem Vorbild der BahnCard 100 umfasst.
Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, verlangt Pro Bahn klare politische Rahmenbedingungen für den Sektor. Zudem schlägt die Vereinigung eine unabhängige nationale Behörde vor, die die Vergabe von Fernverkehrsstrecken steuert.
Italos Markteintritt könnte die Auswahl für Reisende auf beliebten Strecken erweitern. Die Forderungen von Pro Bahn zielen darauf ab, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen zugutekommt – nicht nur denen auf stark nachgefragten Verbindungen. Zu den Vorschlägen der Vereinigung gehören faire Preise und eine bessere Vernetzung der Anbieter.






