24 May 2026, 06:12

Industrie in Deutschland kämpft mit Frust und Reformstau – Ostforum sucht Lösungen

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut in Reformen

Industrie in Deutschland kämpft mit Frust und Reformstau – Ostforum sucht Lösungen

Deutschlands Industrie steht vor wachsender Frustration – Wirtschaftskrise und politische Streitigkeiten belasten die Stimmung

Die deutsche Industrie sieht sich mit zunehmender Verärgerung konfrontiert, während sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und politischen Auseinandersetzungen hinziehen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer vertieften Pessimismuswelle unter Unternehmen, die in diesem Jahr kein Wachstum mehr erwarten. Vor diesem Hintergrund kommt vom 31. Mai bis 2. Juni das Ostdeutsche Wirtschaftsforum in Bad Saarow zusammen, um Lösungsansätze mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik zu diskutieren.

Laut dem jüngsten BDI-Bericht verschlechtert sich die Stimmung in der Wirtschaft weiter – angetrieben durch hohe Energiekosten, starke Steuerbelastungen und übermäßige Bürokratie. BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Unternehmen als „tief entmutigt, ja sogar frustriert“ und warnte, dass sich die Reformblockaden in einem Wahljahr noch verschärfen könnten. Für 2024 erwartet der Verband kein industrielles Wachstum mehr und verweist auf zusätzliche Risiken durch die Eskalation im Iran-Konflikt.

Lösch betonte zwar, dass die Rüstungsindustrie Potenzial biete, sie allein aber die deutsche Wirtschaft nicht beleben könne. Gleichzeitig hob er hervor, dass Ostdeutschland von verfügbaren Flächen und einer starken Infrastruktur profitieren könnte – insbesondere im wachsenden Verteidigungssektor. Aktuell laufen Bestrebungen, Rüstungsunternehmen mit Start-ups sowie Maschinenbau- und Automobilherstellern in der Region zu vernetzen.

Beim Forum in Bad Saarow werden täglich rund 350 Wirtschaftsvertreter erwartet, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU). Auch die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nehmen teil. Der BDI fordert eine klarere Regierungsstrategie, mehr Flexibilität für Innovationen und stärkere Investitionsanreize, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

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Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum will trotz der anhaltenden Wirtschaftsschwäche industrielle Chancen aufzeigen. Da in diesem Jahr kein Wachstum erwartet wird, suchen Unternehmen nach konkreten Reformen und einer entschlosseneren politischen Führung. Die Veranstaltung dient als Plattform, um über die Belebung von Investitionen und Innovation in der Region zu diskutieren.

Quelle