Hofbrauhaus Wolters beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung und plant radikale Neuausrichtung
Claudia SchmidtHofbrauhaus Wolters beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung und plant radikale Neuausrichtung
Die Hofbrauhaus Wolters GmbH hat beim Amtsgericht Braunschweig ein Eigenverwaltungsverfahren nach der Insolvenzordnung beantragt. Als Hauptgründe nannte die Brauerei anhaltend schwache Umsätze und stark gestiegene Kosten. Die deutsche Braubranche kämpft seit der Pandemie und den globalen Lieferkettenstörungen mit explodierenden Produktions- und Energiekosten.
Wolters kündigte an, das Unternehmen grundlegend umzustrukturieren und das Geschäftsmodell neu auszurichten. Künftig soll der Fokus auf dem regionalen Markt liegen, zudem will man sich von der traditionellen Bierproduktion hin zu innovativen Getränken entwickeln. Diese Entscheidung folgt auf einen Rückgang der Bierverkäufe in Deutschland um sechs Prozent im Jahr 2025, der die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastete.
Als hundertprozentige Tochter der Volksbank BRAWO eG ist Wolters Teil einer größeren Gruppe, die ebenfalls im Umbruch steht. Die Restrukturierung erfolgt mit Unterstützung von Rechts- und Finanzberatern. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bleiben während des Prozesses gesichert.
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird der Betrieb aufrechterhalten. Ziel der Umstrukturierung ist es, das Unternehmen zu stabilisieren und es an den Wandel des Marktes anzupassen. Der Erfolg des Verfahrens wird darüber entscheiden, ob Wolters langfristig am Markt bestehen kann.






