Grohnde erhält finale Stilllegungsgenehmigung – Rückbau startet 2026
Kernkraftwerk Grohnde macht entscheidenden Schritt zur endgültigen Stilllegung
Das Kernkraftwerk Grohnde hat einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Abschaltung erreicht, nachdem die Behörden die letzte Stilllegungsgenehmigung erteilt haben. Das Niedersächsische Umweltministerium bestätigte, dass das Werk nie wieder in Betrieb gehen wird – damit endet seine betriebliche Laufzeit endgültig. Mit dieser jüngsten Genehmigung kann nun in den kommenden Jahren die entscheidende Rückbauphase beginnen.
Der Prozess hatte im Dezember 2023 begonnen, als die erste Stilllegungsgenehmigung erteilt wurde. Der Betreiber PreussenElektra reichte 2024 einen Folgeantrag ein, der nun zur zweiten und finalen Bewilligung führte. Umweltminister Christian Meyer betonte erneut, dass Grohnde damit dauerhaft vom Netz gegangen ist.
Anfang April 2026 wurden die letzten Brennelemente aus dem Reaktorgebäude entfernt. Sie wurden in einen Castor-Behälter verladen und in das Zwischenlager auf dem Gelände gebracht. Die nächste Phase startet im Herbst 2026, wenn mit dem Rückbau der inneren Teile des Reaktordruckbehälters begonnen wird.
Die vollständige Stilllegung soll bis 2039 dauern. Zu den zentralen Aufgaben gehören der Abbau des Reaktordruckbehälters sowie des umliegenden biologischen Schilds. Parallel plant die Region am Standort einen Umbau hin zu erneuerbaren Energien: Im Emmerthaler Energiecluster sind Batteriespeicher, Solarparks und ein neues Umspannwerk vorgesehen.
Mit allen notwendigen Genehmigungen kann der Rückbau von Grohnde nun wie geplant voranschreiten. Die Zukunft des Standorts liegt in der erneuerbaren Energie – als Ersatz für die nukleare Vergangenheit. Die vollständige Stilllegung bleibt auf Kurs für eine Fertigstellung bis 2039.






