Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Sicherheitsbedenken
Claudia SchmidtGorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Sicherheitsbedenken
Atomanlage Gorleben: Zwischenlager für Atommüll bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Die deutsche Atomanlage Gorleben, in der nuklearer Abfall gelagert wird, darf weitere 20 Jahre betrieben werden. Die aktuelle Genehmigung sollte ursprünglich 2034 auslaufen, doch nun wurde eine Verlängerung bewilligt. Umweltverbände haben bereits Bedenken gegen die Entscheidung geäußert.
Das Zwischenlager wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet – mit dünneren Wänden und Decken als moderne Standorte für die Zwischenlagerung. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren für die Verlängerung überwachen.
Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten. Alle zehn Jahre sollen regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen stattfinden. Dennoch verzögert sich die Suche nach einem Endlager weiter – die für 2031 gesetzte Frist wird voraussichtlich nicht eingehalten. Das bedeutet, dass Gorleben und andere Zwischenlager deutlich länger in Betrieb bleiben werden als ursprünglich geplant.
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) warnt vor den Risiken einer langfristigen Lagerung. Aktivisten befürchten, dass der verlängerte Betrieb mit der Zeit Sicherheitsrisiken bergen könnte.
Durch die 20-jährige Verlängerung wird Gorleben nun weit über seine ursprüngliche Laufzeit von 40 Jahren hinaus genutzt. Die Anlage bleibt solange in Betrieb, bis eine dauerhafte Lösung für die Endlagerung gefunden ist. Die Entscheidung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Entsorgung von Atommüll in Deutschland.
