05 April 2026, 08:08

Goldene Trump-Statue in geplanter Präsidialbibliothek löst Debatten aus

Goldmünze mit der Inschrift "Act of Congress 2011", einem Gebäudebild und einem Flaggenentwurf.

Goldene Trump-Statue in geplanter Präsidialbibliothek löst Debatten aus

In Miami ist eine goldene Statue von Präsident Trump in einem geplanten Auditorium seiner künftigen Präsidialbibliothek aufgetaucht. Die Enthüllung erfolgte nur wenige Tage, nachdem eine Guerilla-Kunstgruppe eine ähnliche goldene Toilettenplastik auf dem National Mall aufgestellt hatte – eine spöttische Anspielung auf die geplante Renovierung der Toilettenanlagen am Lincoln Memorial.

Die Vorstellung der Statue folgte landesweiten Protesten, an denen sich Millionen beim "No Kings"-Marsch beteiligten, der autoritäre Tendenzen in der politischen Führung anprangert. Eric Trump teilte ein Video, das die goldene Statue im Inneren der geplanten Bibliothek zeigt. Anders als die meisten US-Denkmäler, die darauf verzichten, noch lebende Führungspersönlichkeiten in einer derart monumentalen Form darzustellen, wirkt diese Statue bewusst verehrungswürdig gestaltet. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom zog Vergleiche zu goldenen Statuen von Mao Zedong, Kim Il-sung und dem verstorbenen turkmenischen Diktator Saparmurat Nijasow – Figuren, deren Personenkult auf monumentaler Bildsprache beruhte.

Goldene Statuen amtierender Staatschefs sind weltweit fast unbekannt, mit wenigen Ausnahmen wie jenen im Zusammenhang mit der thailändischen Monarchie. In den USA handeln solche Darstellungen meist symbolisch, nicht wörtlich. Unterdessen hatte der Präsident selbst den Ersatz von Statuen konföderierter Generäle vorangetrieben und kürzlich eine Replik des Christoph-Kolumbus-Denkmals in der Nähe des Weißen Hauses aufstellen lassen.

Kritiker werfen der Trump-Statue vor, ihre Platzierung in der Bibliothek wirke wie eine Verherrlichung. Dass die Enthüllung zeitlich so nah an der satirischen Gold-Toiletten-Installation liegt, hat die Kontroverse zusätzlich angeheizt. Historisch betrachtet wurden Statuen umstrittener Führungspersönlichkeiten oft entfernt, sobald sich das politische Klima wandelte oder neue Regierungen die Macht übernahmen.

Die goldene Statue ist nun zum Kristallisationspunkt der Debatten über Führung und öffentliche Symbolik geworden. Ihre Präsenz in der geplanten Bibliothek steht in krassem Gegensatz zur US-Tradition, amtierende Präsidenten nicht in einer solchen Form abzubilden. Die Reaktionen auf ihre Enthüllung könnten beeinflussen, wie künftige Denkmäler aufgenommen – oder abgelehnt – werden.

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