Girocard wird 2027 zum digitalen Alleskönner für Bezahlung und Altersprüfung
Claudia SchmidtGirocard wird 2027 zum digitalen Alleskönner für Bezahlung und Altersprüfung
Girocard: Deutschlands beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel bekommt großes Update
Die Girocard, das in Deutschland mit Abstand meistgenutzte bargeldlose Zahlungsmittel, steht vor umfassenden Neuerungen. Künftig soll sie in Apps, bei Online-Buchungen und zur Altersverifikation einsetzbar sein – und das ohne zusätzliche Kosten für die Nutzer:innen.
Ab Anfang 2027 wird es möglich sein, mit der Girocard direkt in Apps zu bezahlen. Für mehr Sicherheit führt das System eine Händler-Whitelist ein: Bei häufig genutzten Einzelhändlern entfällt dann die separate Authentifizierung. Zudem verhandelt die Euro Kartensysteme GmbH aktuell mit großen Lebensmittelketten, um die Girocard in deren Shopping-Apps zu integrieren.
Doch die Kartennutzung beschränkt sich künftig nicht mehr auf den Einkauf. Ab dem kommenden Jahr soll sie voraussichtlich auch das Buchen von Mietwagen und die Hotelreservierung ermöglichen. Die bereits an Zigarettenautomaten genutzte Altersprüfung wird zudem auf Alkoholkäufe an Selbstbedienungskassen und Getränkeautomaten ausgeweitet.
Auch der Bonusdienst Payback Pay, der bisher nur Lastschrift und Kreditkarten akzeptiert, wird die Girocard bald unterstützen. Trotz aller Digitalisierungsfortschritte bleibt die physische Karte vorerst erhalten – Nutzer:innen können aber künftig auch auf rein digitale Varianten umsteigen, wenn sie dies wünschen.
Die Updates bringen keine Preissteigerungen für die Karteninhaber:innen mit sich. Mit rund 100 Millionen ausgegebenen Girocards sollen die Neuerungen das Zahlungsmittel im zunehmend digitalen Markt zukunftsfähig halten. Die klassische Plastikkarte bleibt zwar vorerst gesichert, doch die digitalen Alternativen werden schrittweise ausgebaut.
