Gewalt gegen Kontrolleure: Pfefferspray-Attacke an Pforzheimer Bushaltestelle
Claudia SchmidtMänner greifen Busfahrkartenkontrolleure in Pforzheim an - Gewalt gegen Kontrolleure: Pfefferspray-Attacke an Pforzheimer Bushaltestelle
Zwei Kontrolleure bei Angriff an Bushaltestelle in Pforzheim verletzt
Am Freitagnachmittag sind zwei Fahrkartenkontrolleure an einer Bushaltestelle in Pforzheim angegriffen worden. Bei dem Vorfall erlitten beide Mitarbeiter leichte Verletzungen, nachdem sie zu Boden gestoßen und mit Pfefferspray besprüht worden waren. Die Polizei fahndet nun nach den beiden flüchtigen Tatverdächtigen.
Der Zwischenfall ereignete sich, als drei Kontrolleure einen Bus betreten wollten. Zwei Männer, die offenbar einer Fahrkartenkontrolle entgehen wollten, griffen plötzlich gewaltsam an. Ein Angreifer schlug einem der Kontrolleure ins Gesicht, während der andere wiederholt Pfefferspray versprühte. Durch die Wucht des Angriffs stürzten die Beamten zu Boden.
Beide Täter flüchteten noch vor Eintreffen der Polizei. Die verletzten Kontrolleure wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittler stufen den Vorfall als gefährliche Körperverletzung ein und rufen Zeugen auf, sich zu melden.
Der Angriff reiht sich in eine besorgniserregende Zunahme von Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr ein. Seit dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Aachen am 4. Februar 2024 wurden bundesweit über 1.200 ähnliche Vorfälle gemeldet – darunter Attacken auf Busfahrer, Schaffner und Fahrkartenkontrolleure, wie aus Zahlen der Deutschen Bahn und des Verkehrsministeriums hervorgeht.
Bisher gab es im Zusammenhang mit dem Pforzheimer Vorfall keine Festnahmen. Der Fall verstärkt die wachsenden Sorgen um die Sicherheit von Mitarbeitenden im ÖPNV. Die Polizei ermittelt weiter, während die Suche nach den Tätern andauert.