Gerhard Schlikkers umstrittene Rolle in der NS-Zeit unter der Lupe
Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikkers Leben und seine Verbindungen zur NS-Zeit
Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über das Leben Gerhard Schlikkers und seine Verstrickungen in die NS-Diktatur statt. Der Historiker Dr. Thorsten Heese wird die Diskussion im Museumsquartier Osnabrück leiten und dabei Schlikkers Rolle während des Übergangs von der Demokratie zur Diktatur beleuchten.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Topographie des Terrors", die sich mit den Auswirkungen autoritärer Herrschaft auf die Gesellschaft auseinandersetzt. Der Eintritt kostet 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Teilnahme kostenfrei.
Gerhard Schlikker (1874–1964) erwarb 1926 die Villa Schlikker am Heger Tor in Osnabrück. Nur sechs Jahre später stellte er das Gebäude der NSDAP für ihre Aktivitäten zur Verfügung. Der Vortrag untersucht, wie eng Schlikker mit der Partei verbunden war und was sein Handeln über das individuelle Verhalten während des Aufstiegs des Dritten Reiches aussagt.
Es gibt keine öffentlichen oder privaten Aufzeichnungen, in denen Schlikker sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu seinen NS-Aktivitäten geäußert hätte. Die Veranstaltung wirft zudem die grundsätzliche Frage auf, wie Menschen auf den Wandel von der Republik zur Diktatur reagierten.
Dr. Heeses Ausführungen zielen darauf ab, Schlikkers Entscheidungen und deren Bedeutung im größeren Kontext der NS-Herrschaft zu erhellen. Die Veranstaltung setzt die Reihe "Topographie des Terrors" fort, die sich mit dem Erbe der Diktatur in modernen demokratischen Gesellschaften befasst.
Der Vortrag bietet eine detaillierte Betrachtung von Schlikkers Verbindung zur Villa Schlikker sowie seiner politischen Haltung während der NS-Zeit. Die Teilnehmer erwarten eine historische Analyse seiner Entscheidungen und deren Folgen. Karten sind für 3 Euro erhältlich, der Eintritt ist für unter 18-Jährige frei.






