18 April 2026, 20:08

Georg Restle attackiert ARD: "Großer Fehler" bei AfD-Berichterstattung und Kürzung von Monitor

Plakat wirbt für 'Die Stimme der liberalen Muslime' - Radiosendung mit Bildern von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Gespräch.

Georg Restle attackiert ARD: "Großer Fehler" bei AfD-Berichterstattung und Kürzung von Monitor

ARD-Moderator Georg Restle kritisiert scharf den Umgang seines Arbeitgebers mit der rechtsextremen AfD

In jüngsten Stellungnahmen warf der ARD-Journalist Georg Restle seinem Sender vor, einen "großen Fehler" begangen zu haben, indem die Sendezeit für sein investigatives Magazin Monitor gekürzt wurde. Gleichzeitig richtete er seine Kritik gegen die Verbindungen der Alternative für Deutschland (AfD) zum Extremismus und die Herausforderungen, vor denen Journalisten bei der Berichterstattung über die Partei stehen.

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Restle betonte, die AfD dürfe nicht wie eine normale politische Partei behandelt werden. So verweigerte er dem führenden AfD-Politiker Björn Höcke in der Wahlberichterstattung bewusst dieselbe Plattform wie anderen Politikern. Laut Restle speist sich die Ideologie der Partei aus "gewaltbereitem Rechtsextremismus auf der Straße". Zugleich wies er Vorstellungen zurück, es gebe eine inhaltliche Spaltung zwischen den Lagern um Höcke und Tino Chrupalla – vielmehr seien die Unterschiede "nicht der Rede wert".

Der Moderator äußerte sich frustriert über die ARD-Führung und warf ihr vor, dass Sparmaßnahmen und Effizienzdenken die eigentliche Aufgabe des Senders verdrängten. Innerhalb der Anstalt herrsche ein "starker Gegenwind" gegen Journalisten, die die AfD kritisch begleiten; bei einigen Kollegen ortete er "Zögerlichkeit". Restle warnte, dass innerhalb der ARD jene an Einfluss gewonnen hätten, die eine "Normalisierung" der AfD-Berichterstattung vorantrieben.

Besonders scharf kritisierte er die Entscheidung, Monitor weniger Sendezeit einzuräumen – ein "schwerer Fehler", wie er betonte. Das für seine schonungslosen Recherchen bekannte Magazin hatte in der Vergangenheit wiederholt die Politik und Verstrickungen der AfD unter die Lupe genommen.

Restles Äußerungen spiegeln die innerbetriebliche Spannungen innerhalb der ARD wider, wie mit der AfD umgegangen werden soll. Seine Haltung steht exemplarisch für die grundsätzliche Debatte über die mediale Verantwortung im Umgang mit rechtsextremen Parteien. Die Warnungen des Moderators deuten auf anhaltende Konflikte um die redaktionelle Ausrichtung hin – zwischen journalistischer Wachsamkeit und dem Anspruch auf politische Neutralität.

Quelle