Fußballtalente der SpVgg Fürth retten Graben – und schützen den Spitalwald
Finn ZimmermannFußballtalente der SpVgg Fürth retten Graben – und schützen den Spitalwald
Nachwuchskicker der SpVgg Greuther Fürth tauschen Rasen gegen Naturschutz im Langenzennner Spitalwald
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth haben den Bolzplatz gegen Naturschutzarbeit im Spitalwald von Langenzenn eingetauscht. Die Spieler beteiligten sich an einem Projekt zur Renaturierung eines degradierten Entwässerungsgrabens, um heimische Tierarten und die lokale Wasserversorgung zu schützen. Die Aktion ist Teil einer breiter angelegten Partnerschaft zwischen dem Verein und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV).
Das Projekt fand Anfang September statt: Die Jugendlichen brachten Holzpfähle und Faschinen – gebündelte Äste – im Graben an. Diese Strukturen verlangsamen den Wasserabfluss, sodass der Wald Feuchtigkeit länger speichern kann. Gleichzeitig entstehen so „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien, die die ökologischen Korridore in der Region verbessern.
Die Maßnahme ist eingebettet in das Aquatische Biotopverbund-Projekt Langenzenns, das sich auf die Revitalisierung kleiner Gewässer und Lebensräume konzentriert. Durch die Renaturierung des Grabens soll den Folgen von Starkregen und Dürre entgegengewirkt werden, damit das Wasser im Ökosystem bleibt.
Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV, lobte die Initiative für ihre doppelte Wirkung: „Der Fußball kann als populärer Sport das Bewusstsein für den Verlust der Artenvielfalt schärfen und junge Menschen für den Naturschutz begeistern.“ Der LBV, seit 2024 offizieller Umweltpartner des Vereins, treibt vergleichbare Projekte voran.
Das Engagement der Spieler zeigt, wie Teamgeist – auf und neben dem Platz – konkrete Ergebnisse bringt. Ihre Arbeit kommt messbar der Gesundheit des Waldes und den heimischen Tierpopulationen zugute: Der renaturierte Graben hält Wasser nun effektiver zurück und schafft bessere Bedingungen für Amphibien und andere Waldbewohner. Zudem festigt das Projekt die Zusammenarbeit zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem LBV – ein Beispiel dafür, wie Sport und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Künftige Initiativen könnten dieses Modell aufgreifen, um lokale Ökosysteme weiter zu stärken.






