Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz der engagierten Stadträtin
Claudia SchmidtFürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz der engagierten Stadträtin
Anette Reichstein, langjähriges Mitglied des Fürther Stadtrats und engagierte Gemeinschaftsaktivistin, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Geboren am 1. Mai 1951, setzte sie sich jahrzehntelang für soziale Belange, politische Vertretung und lokale kirchliche Initiativen ein. Ihr Wirken brachte ihr in der Region große Anerkennung ein.
Reichsteins politische Laufbahn begann 1990, als sie als SPD-Vertreterin in den Fürther Stadtrat einzog. 18 Jahre lang übte sie dieses Amt aus und war von 2002 bis 2008 zudem stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Über die Politik hinaus engagierte sie sich als Jugendschöffin für die Rechte junger Menschen und blieb bis zu ihrem Tod in der kommunalen Verwaltung aktiv.
Ihr Einsatz erstreckte sich auch auf soziale und kirchliche Arbeit. 1994 trat sie dem Kirchenvorstand der Pfarrei St. Martin bei, ein Amt, das sie viele Jahre lang innehatte. Zudem gehörte sie zu den Gründerinnen des Fürther Frauenhauses und des Diakonievereins St. Martin, Organisationen, die benachteiligten Gruppen Unterstützung bieten. Noch bis vor kurzem arbeitete sie im Büro des Landtagsabgeordneten Horst Arnold.
Für ihr langjähriges Engagement wurde Reichstein im Februar 2020 von der Stadt Fürth mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet. Ihr Tod am 3. Juni 2026 gibt Anlass zu einem Gedenkgottesdienst, der am 20. Juni um 13:00 Uhr in der St.-Martins-Kirche stattfinden wird.
Reichsteins Vermächtnis ist geprägt von ihrem öffentlichen Wirken in Politik, Sozialwesen und kirchlicher Führung. Die Trauerfeier wird ihre jahrzehntelange Arbeit für die Fürther Bürgerinnen und Bürger würdigen – vom Ratssaal bis zu Gemeinschaftseinrichtungen. Ihr Einfluss auf lokale Institutionen und ihr Einsatz für gesellschaftliche Belange bleiben weithin anerkannt.






