18 June 2026, 18:04

Friseurpreise neu geregelt: Warum Geschlecht bald keine Rolle mehr spielt

Friseur erklärt: Warum sich die Preise für Haarschnitte bald ändern werden

Friseurpreise neu geregelt: Warum Geschlecht bald keine Rolle mehr spielt

In Deutschland wird derzeit eine Reform umgesetzt, die die Preisgestaltung in Friseursalons grundlegend ändern soll. Künftig werden die Kosten nicht mehr nach dem Geschlecht berechnet, sondern nach Faktoren wie Haarlänge, Dichte und Zeitaufwand. Der Bundestag hat bereits in erster Lesung über die Novelle beraten, die Preisdiskriminierung verhindern soll.

Das aktuell geprüfte Gesetz sieht vor, dass Friseure die bisher übliche geschlechtsspezifische Preisgestaltung aufgeben müssen. Stattdessen sollen Kunden nach den tatsächlich erbrachten Leistungen abgerechnet werden – etwa nach Haarlänge, Dichte, Arbeitszeit, Materialaufwand oder speziellen Behandlungen. Die Preisliste wird dann in Kategorien wie „kurzes Haar“, „mittellanges Haar“ oder „langes Haar“ unterteilt oder nach einzelnen Servicekomponenten aufgeschlüsselt.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es bei der Umstellung nicht um Ideologie gehe. Ziel sei vielmehr eine faire und transparente Abrechnung für alle Kunden. Unternehmen werden nun aufgefordert, ihre Preislisten und Rabattmodelle zeitnah zu überprüfen und an die neuen Vorgaben anzupassen.

Bei Verstößen gegen das Antidiskriminierungsrecht drohen rechtliche Konsequenzen, darunter Schadensersatzforderungen. Zwar könnten die Preise in manchen Fällen steigen, im Vordergrund stehe jedoch die Schaffung einer klaren, nachvollziehbaren und rechtssicheren Preisstruktur.

Die Reform zielt darauf ab, ein gerechteres System für alle Kunden zu schaffen. Friseurbetriebe müssen ihre Preismodelle an die neuen gesetzlichen Anforderungen anpassen. Wer dies versäumt, riskiert finanzielle Strafen und juristische Auseinandersetzungen.

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