Flexo in Salzgitter droht das Aus – Stadt sucht Rettung für beliebten On-Demand-Service
Claudia SchmidtFlexo in Salzgitter droht das Aus – Stadt sucht Rettung für beliebten On-Demand-Service
Ungewisse Zukunft für den On-Demand-Verkehrsdienst Flexo in Salzgitter
Der bedarfsgesteuerte Verkehrsdienst Flexo in Salzgitter steht vor einer ungewissen Zukunft, nachdem der Regionalverband Großraum Braunschweig angekündigt hat, seine Förderung einzustellen. Ab dem 1. Januar 2027 wird der Verband die Finanzierung nicht mehr übernehmen – die Stadt müsste dann die vollen Kosten tragen. Bürgermeister Frank Klingebiel bezeichnete diesen Schritt als „inakzeptabel“ und setzt sich stattdessen für eine Verlängerung des Angebots ein.
Der Flexo-Dienst war im Januar 2022 in Salzgitter gestartet worden und wurde zunächst gemeinsam von der Stadt und dem Regionalverband finanziert. Ursprünglich trugen die Stadt 75 Prozent und der Verband 25 Prozent der Kosten, später wurde das Verhältnis auf eine hälftige Aufteilung angepasst.
Das Angebot hat sich bewährt und erleichtert vor allem Senioren, Studierenden sowie Mitarbeitenden der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften die Mobilität. Klingebiel lobte Flexo als wertvolle Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Netz, das von der KVG Braunschweig und DB Regio betrieben wird.
Um den Dienst zu erhalten, schlägt der Bürgermeister vor, Flexo über das Jahr 2026 hinaus in den Stadtteilen Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede fortzuführen. Der Stadtrat wird am 30. September über diesen Vorschlag abstimmen. Bei einer Zustimmung sollen die bisherigen 50 Prozent der Flexo-Kosten, die die Stadt trägt, in den Haushaltsentwurf für 2027/2028 aufgenommen werden.
Ohne die Förderung des Regionalverbands muss Salzgitter nach alternativen Lösungen suchen, um Flexo aufrechtzuerhalten. Die Entscheidung des Stadtrats Ende dieses Monats wird darüber entscheiden, ob der Service über 2026 hinaus fortbesteht. Falls es zu einer Verlängerung kommt, müsste die Stadt ab 2027 die vollen Kosten allein stemmen.






