FDP wählt Kubicki als neuen Chef – kann er die Partei retten?
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Samstag in Berlin ihren Bundesparteitag eröffnet. Die Zusammenkunft findet zu einer Zeit statt, in der die Partei die tiefste Krise ihrer Geschichte durchlebt und sich von verheerenden Wahlniederlagen erholen muss. Die Delegierten bereiten sich nun darauf vor, einen neuen Vorsitzenden zu wählen, um die Geschicke der Partei wieder zu wenden.
Im Februar 2023 hatte die FDP einen herben Rückschlag erlitten, als sie an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl scheiterte. Dadurch verlor die Partei alle ihre Mandate im Bundestag. Nur zwei Monate später flog sie zudem aus den Landesparlamenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Seither liegt die FDP in Umfragen weiterhin unter der Fünf-Prozent-Marke. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass die meisten Wähler selbst unter neuer Führung kaum an ein Comeback der Partei glauben.
Höhepunkt des diesjährigen Parteitags ist die Wahl von Wolfgang Kubicki zum neuen Bundesvorsitzenden. Der ehemalige Bundestagsvizpräsident wird das Amt voraussichtlich ohne Gegenkandidaten antreten. Seine Kandidatur folgte auf den Rückzug von Henning Höne, dem FDP-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen, der ursprünglich selbst antreten wollte. Stattdessen wird Höne nun als stellvertretender Vorsitzender kandidieren.
Kubickis Führung wird nun auf die Probe gestellt, während die FDP versucht, ihre Unterstützung zurückzugewinnen. Die Partei muss bei künftigen Wahlen mindestens fünf Prozent erreichen, um wieder in den Bundestag einzuziehen. Gelingt die Wende nicht, droht ihr politischer Einfluss weiter zu schwinden.






