18 April 2026, 00:14

Ex-FDP-Chef Wissing fordert klare Linie nach Rechtsruck der Liberalen

Plakat, das den Plan von Präsident Biden (links) und den Plan der House GOP (rechts) vergleicht, mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Rand, das Bilder der jeweiligen Parteivertreter enthält.

Ex-FDP-Chef Wissing fordert klare Linie nach Rechtsruck der Liberalen

Der ehemalige FDP-Politiker Volker Wissing hat die Freien Demokraten aufgefordert, ihre politische Ausrichtung klarer zu definieren. Seine Äußerungen erfolgen, nachdem er die Partei nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen hat. Wissing, der einst FDP-Generalsekretär war, bleibt weiterhin als parteiloses Mitglied im Kabinett.

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Wissing kritisierte, die FDP habe sich unter dem aktuellen Vorsitzenden Christian Dürr zu weit nach rechts bewegt. Statt einer klaren Linie folge die Partei kurzfristigen Trends, so sein Vorwurf. Der von der FDP eingeschlagene "libertäre Kurs" habe zudem keine Wahlerfolge gebracht.

Die Frage der Führung wird auf dem Parteitag im Mai geklärt. Zwei Kandidaten – Dürr und Henning Höne – bewerben sich um den Vorsitz. Wissing betonte, die FDP müsse vor allem eine zentrale Frage beantworten: Welche Zukunftsperspektive sie den Wählern bieten wolle.

Wissings Austritt folgte auf das Ende der von Scholz geführten Koalitionsregierung. Obwohl er der FDP nicht mehr angehört, behält er sein Kabinettsamt als Parteiloser. Nun steht die FDP vor einer Weichenstellung in Sachen Führung und inhaltlicher Ausrichtung. Der Parteitag im Mai wird entscheiden, ob Dürr oder Höne die Geschicke der Partei übernehmen. Wissings Aussagen spiegeln die anhaltende Debatte über Identität und Strategie der Liberalen wider.

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