EU-Zollreform: Warum Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli teurer werden
Claudia SchmidtEU-Zollreform: Warum Online-Einkäufe aus Drittländern ab Juli teurer werden
Online-Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden ab 1. Juli teurer
Ab dem 1. Juli steigen die Kosten für Bestellungen bei Nicht-EU-Händlern. Neue Zollgebühren und Einfuhrsteuern auf günstige Sendungen schlagen für Käufer zusätzlich zu Buche. Die Änderungen sollen die Abwicklung und Besteuerung von Waren, die in die EU eingeführt werden, vereinheitlichen.
Ab Juli müssen Verbraucher, die bei Händlern außerhalb der EU bestellen, mit höheren Belastungen rechnen. Pro Produktkategorie fällt eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro an – und zwar für Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro. Hinzu kommt die Einfuhrumsatzsteuer. Dadurch verlieren besonders günstige Einkäufe an Attraktivität, da die zusätzlichen Kosten die Ersparnis oft zunichtemachen.
Ab dem 1. November 2026 tritt eine weitere Zollgebühr in Kraft, deren genaue Höhe die Europäische Kommission zu einem späteren Zeitpunkt festlegen wird. Die neuen Regelungen gelten vorerst bis alle EU-Länder in der Lage sind, eingehende Sendungen vollständig zu kontrollieren und abzufertigen – voraussichtlich ab 2028.
Innerhalb der EU bewegen sich die meisten Waren ohne zusätzliche Steuern oder Abgaben frei über die Grenzen. Ausnahmen bilden etwa Kaffee, Alkohol, Tabak und ähnliche Produkte. Beim Einkauf bei Nicht-EU-Händlern gelten jedoch weniger Verbraucherschutzbestimmungen, was Rücksendungen, Rückerstattungen und Garantieansprüche erschwert.
Experten raten, vor einer Bestellung das Impressum des Händlers sowie die Versandbedingungen zu prüfen. So können Käufer überprüfen, wo der Verkäufer ansässig ist und ob zusätzliche Gebühren anfallen.
Die neuen Abgaben bedeuten, dass Verbraucher bei Bestellungen außerhalb der EU mit höheren Kosten rechnen müssen. Günstige Artikel könnten nach Abzug von Zoll und Mehrwertsteuer ihren Preisvorteil verlieren. Die Änderungen sollen zwar für mehr Fairness sorgen, erfordern von Käufern aber mehr Vorsicht bei Auslandsbestellungen.






