08 June 2026, 12:11

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernhaus und setzt auf Sanierung

Für das Milliarden-Euro-Bauprojekt in Düsseldorf

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernhaus und setzt auf Sanierung

Düsseldorf hat nach Jahren der Vorbereitung die Pläne für ein neues Opernhaus fallen gelassen. Der Stadtrat hatte das Projekt Ende 2021 mit geschätzten Kosten von mindestens 716 Millionen Euro zunächst genehmigt. Nun entschied sich die Stadtverwaltung stattdessen für eine Sanierung des bestehenden historischen Gebäudes.

2021 hatte die Stadt den Bau eines futuristischen Opernhauses, das als „Oper der Zukunft“ beworben wurde, freigegeben. Das Budget war auf eine Milliarde Euro angesetzt, wobei die langfristige Finanzierung die Gesamtkosten über 50 Jahre auf bis zu 1,8 Milliarden Euro hätte steigen lassen können. Eine umfassende Sanierung des Nachkriegsbaus war damals verworfen worden.

Oberbürgermeister Stephan Keller räumte ein, dass der Stopp des Projekts eine schwierige Entscheidung gewesen sei. Die Kehrtwende erfolgte vor dem Hintergrund weiterer großer Ausgabenposten Düsseldorfs, darunter neue Schulen und eine Brücke. Als Hauptgrund für den Wechsel zur Sanierung nannten die Stadtverantwortlichen die „aktuellen finanziellen Zwänge“.

Trotz der Änderungen werden die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein ohne Unterbrechung fortgesetzt. Das bestehende Opernhaus soll nun modernisiert statt komplett ersetzt werden. Der Sanierungsplan ersetzt das gestrichene Milliardenprojekt. Die Stadt strebt einen Ausgleich zwischen kulturellen Bedürfnissen und dringenden Infrastrukturvorhaben an. Während der Bauarbeiten wird der Spielbetrieb wie gewohnt weiterlaufen.

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