05 June 2026, 10:58

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant werden'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

Deutschland verpasst Frist für Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie

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Die neuen Vorschriften hätten bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen. Das Bundesfamilienministerium bestätigte die Verzögerung und verwies auf noch laufende Abstimmungsprozesse.

Die EU-Lohntransparenzrichtlinie zielt darauf ab, Lohnungleichheiten offenzulegen, indem Unternehmen verpflichtet werden, Gehaltsdaten zu veröffentlichen. Wie alle Mitgliedstaaten hätte auch Deutschland die Maßnahmen bis zum 7. Juni in nationales Recht umsetzen müssen. Das Ministerium räumte jedoch ein, dass mehr Zeit für die Finalisierung des Verfahrens benötigt werde.

Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitsmarkt, hat die Entwicklung der Richtlinie genau verfolgt. In ihren Reportagen untersucht sie häufig, wie Technologien – darunter auch KI – die Arbeitsmärkte verändern. Bevor sie ihre aktuelle Position antrat, berichtete sie für das Manager Magazin über den KI-Sektor.

Neben der Lohntransparenz analysiert Martin auch weitergehende gesellschaftliche und wirtschaftliche Verschiebungen in der Arbeitswelt. Ihre Arbeit zeigt auf, wie Regelungen wie die Richtlinie die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und die Unternehmensverantwortung prägen könnten.

Durch die Verzögerung des Ministeriums müssen deutsche Unternehmen vorerst keine Berichtspflichten nach der Richtlinie erfüllen. Weitere Gespräche sind nötig, bevor die Regeln durchgesetzt werden können. Mit der späteren Umsetzung wird es für Unternehmen jedoch unvermeidbar, ihre Gehaltsstrukturen offener darzulegen.

Quelle