07 May 2026, 14:10

"Deutschland schläft wie Dornröschen": Tunnelbau-Pionier warnt vor Bürokratie-Kollaps

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Deutschlands Straßen und Autobahnen auf schwarzem Hintergrund.

"Deutschland schläft wie Dornröschen": Tunnelbau-Pionier warnt vor Bürokratie-Kollaps

Martin Herrenknecht, Chef der Herrenknecht AG, warnt drastisch vor Deutschlands wirtschaftlicher Zukunft

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Der Vorstandsvorsitzende des weltführenden Herstellers von Tunnelbohrmaschinen kritisiert, dass überbordende Bürokratie den Fortschritt erstickt. Seine Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der große Infrastrukturprojekte im Land seit Jahren verzögert werden.

Die in Schwanau im Ortenaukreis ansässige Herrenknecht AG beherrscht den weltweiten Markt für Tunnelvortriebsmaschinen. Das Unternehmen beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiter und war an prestigeträchtigen Projekten wie dem Gotthard-Basistunnel, dem Brenner-Basistunnel und Stuttgart 21 beteiligt. Doch trotz dieses Erfolgs betont Herrenknecht, dass er sein Unternehmen unter den heutigen regulatorischen Hürden in Deutschland nicht mehr gründen könnte.

Er beschreibt das Land als in einem „Dornröschen-Schlaf“ gefangen, in dem bürokratische Hindernisse Innovation ersticken. Ein Logistikzentrum in Baden-Württemberg steckt seit dreieinhalb Jahren in der Planungsphase fest, während ein vergleichbares Projekt in Chennai, Indien, bereits nach nur drei Monaten genehmigt wurde.

Doch Herrenknecht kritisiert nicht nur die Bürokratie, sondern auch grundlegendere gesellschaftliche Einstellungen. Er nennt Deutschland eine „Nation von Weicheiern mit überzogenen Ansprüchen“ und warnt, dass das Land ohne dringende Reformen „geradewegs gegen die Wand fährt“.

Seine Aussagen spiegeln die tiefe Frustration über Deutschlands zähe Genehmigungsverfahren wider. Der globale Erfolg seines Unternehmens steht in krassem Gegensatz zu den inländischen Problemen, die er schildert. Die Verzögerungen bei Infrastrukturvorhaben, so Herrenknecht, gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit des Landes.

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