25 June 2026, 14:06

CISPA in Saarbrücken unter Spionageverdacht: Wie chinesische Forscher:innen sensible KI-Daten nutzten

Verdacht auf akademische Spionage

CISPA in Saarbrücken unter Spionageverdacht: Wie chinesische Forscher:innen sensible KI-Daten nutzten

CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken in Verdacht der Verstrickung in chinesische Wissenschaftsspionage

Das renommierte CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken, einst als Aushängeschild der saarländischen Forschungslandschaft gefeiert, steht unter dem Verdacht, in chinesische Wissenschaftsspionage verwickelt zu sein. Im Fokus der Ermittlungen steht der mögliche Abfluss sensiblen Wissens aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit nach China.

Das Institut wurde 2011 gegründet und ist seit 2019 Teil der Helmholtz-Gemeinschaft. Sein Ruf wuchs rasant – bereits jetzt sind Pläne für einen Neubau im Wert von 350 Millionen Euro in der Pipeline.

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Auslöser des Skandals ist die Zusammensetzung mehrerer Forschungsgruppen: In einer Gruppe stammten 18 von 19 Mitgliedern aus China, eine andere bestand ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftler:innen – teilweise mit Verbindungen zu Schlüsselinstitutionen in der Volksrepublik.

Der Institutsleiter Michael Backes wurde vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind. Er unterstützte die Entscheidung öffentlich und begrüßte die Einsetzung eines unabhängigen Sonderprüfers, der eine externe Überprüfung durchführen soll.

Ziel der externen Prüfung ist es, die Vorwürfe gegen das CISPA aufzuklären. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob sensible Daten oder Expertise unrechtmäßig weitergegeben wurden. Die Zukunft des Instituts und seine geplante Expansion hängen nun vom Ausgang der Ermittlungen ab.

Quelle