Celle kämpft mit Workshop gegen Extremismus in sozialen Medien
Veranstaltung in Celle: Gemeinsam gegen Extremismus in sozialen Medien
Eine kürzliche Veranstaltung in Celle brachte Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie lokale Expertinnen und Experten zusammen, um sich mit den Herausforderungen von Extremismus in sozialen Medien auseinanderzusetzen. Organisiert vom Netzwerk zur Stärkung demokratischer Strukturen lag der Fokus darauf, wie Plattformen wie TikTok problematische Inhalte verbreiten – oft, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer dies bewusst wahrnehmen.
Im Rahmen der Vormittagsveranstaltung analysierten Neunt- und Zehntklässler von drei Celle Schulen – der KAV, dem Ernestinum und der OBS Welfenallee – ihre eigenen "Für-dich"-Feeds. Sie untersuchten, wie Algorithmen beeinflussen, welche Inhalte ihnen angezeigt werden, und setzten sich mit den Strategien extremistischer Gruppen auseinander, die radikale Ideen durch scheinbar harmlose Alltagsinhalte normalisieren.
Am Nachmittag richteten sich die Diskussionen an Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie weitere Fachkräfte. Im Mittelpunkt standen digitale Radikalisierung und Wege, um schädlichen Narrativen im Netz entgegenzuwirken. Die Teilnehmenden tauschten sich über Gegenrede und Methoden aus, wie junge Menschen beim sicheren Umgang mit sozialen Medien unterstützt werden können.
Die Veranstalter wiesen auf ein zentrales Problem hin: Politische Inhalte auf diesen Plattformen werden häufig vereinfacht, emotional aufgeladen und ohne verlässliche Quellen präsentiert. Dadurch fällt es Nutzerinnen und Nutzern – insbesondere jungen – schwerer, Falschinformationen oder extremistische Botschaften zu erkennen. Da soziale Medien eine große Rolle dabei spielen, wie Jugendliche kommunizieren, sich informieren und ausdrücken, sei ein kritisches Bewusstsein unverzichtbar.
Das Netzwerk zur Stärkung demokratischer Strukturen bedankte sich bei allen für die aktive Teilnahme und die wertvollen Beiträge. Ziel der Veranstaltung war es, sowohl junge Nutzerinnen und Nutzer als auch Erwachsene mit Werkzeugen auszustatten, um extremistische Inhalte zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. In den kommenden Monaten sind weitere Gespräche zu digitaler Medienkompetenz und Onlinesicherheit geplant.






