CDU-Politiker Frank Bommert stürzt über NS-Video in die Kritik – und tritt zurück
Claudia SchmidtCDU-Politiker Frank Bommert stürzt über NS-Video in die Kritik – und tritt zurück
Ein CDU-Politiker in Brandenburg hat nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit heftige Kritik geerntet. Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei, hatte den Clip zunächst auf Instagram gepostet, bevor er ihn wieder löschte. Der Vorfall führte zu disziplinarischen Maßnahmen und seinem Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz.
Das Video zeigte ein Treffen, bei dem Uniformierte auf historischen Wehrmacht-Motorrädern unterwegs waren. Bommert lehnte zunächst eine Stellungnahme ab, als die Kritik lauter wurde. Die Parteiführung reagierte umgehend: Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz verurteilte sowohl den Inhalt als auch dessen Verbreitung.
Die CDU erteilte Bommert einen offiziellen Verweis, entband ihn jedoch nicht von seinen weiteren Parteiämtern. Bretz kündigte eine interne Aufarbeitung sowie ein direktes Gespräch mit Bommert an. Unter dem wachsenden Druck räumte der Politiker später ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen, und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.
Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert mit umstrittenen Äußerungen Schlagzeilen macht. Bereits zuvor war er für einen WhatsApp-Status in die Kritik geraten, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete. In den vergangenen Jahren wurden jedoch keine CDU-Mitglieder in Brandenburg öffentlich für ähnliche Vorfälle sanktioniert.
Bommert bleibt zwar stellvertretender Fraktionsvorsitzender, verlor aber seinen Ausschussvorsitz. Die CDU betonte zwar ihre Ablehnung solcher Inhalte, verzichtete jedoch auf weitere Konsequenzen. Die Angelegenheit soll nun intern geklärt werden.






