Bundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Claudia SchmidtBundestag beschließt schnellere Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen aus Drittstaaten außerhalb der EU. Ziel ist es, das bestehende System zu vereinfachen, zu standardisieren und zu digitalisieren.
Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachte Vorhaben erhielt am Donnerstag die Unterstützung der Regierungskoalition sowie der Grünen. Lediglich die rechtspopulistische AfD stimmte gegen den Entwurf, während die Linke sich der Stimme enthielt.
Künftig sollen die Bundesländer die Sprachkenntnisse der Antragstellenden bereits während der Berufsausbildung prüfen – eine Maßnahme, die Verzögerungen im Anerkennungverfahren verringern soll. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, bedarf es jedoch noch der Zustimmung des Bundesrates.
Die Neuregelung soll am 1. November 2026 in Kraft treten und zielt darauf ab, die Verfahren für im Ausland ausgebildete Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich effizienter zu gestalten. Durch die frühere Überprüfung der Sprachkompetenz durch die Länder soll die Integration qualifizierter Gesundheitsfachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt beschleunigt werden. Die endgültige Verabschiedung durch den Bundesrat steht nun als nächster Schritt bevor.






