Bremen fordert mehr Sicherheit im Nahverkehr nach Rekordzahl an Angriffen auf Mitarbeiter
Claudia SchmidtBremen fordert mehr Sicherheit im Nahverkehr nach Rekordzahl an Angriffen auf Mitarbeiter
Bremen fordert schärfere Sicherheitsmaßnahmen im Öffentlichen Verkehr nach drastischem Anstieg von Angriffen auf Mitarbeiter
Nach einem deutlichen Anstieg von Übergriffen auf Beschäftigte setzt sich Bremen für strengere Sicherheitsvorkehrungen im Nah- und Fernverkehr ein. Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit über 3.200 körperliche Angriffe in Deutschlands Bahnnetz registriert. Die Stadt verlangt nun unverzügliches Handeln – darunter mehr Polizeipräsenzen und härtere Strafen für Täter.
Der Vorstoß fällt mit der Vorstellung eines neuen gemeinsamen Aktionsplans zur Verbesserung der Bahnsicherheit zusammen. Vertreter der Stadt betonen, dass die Bundespolizei in Echtzeit auf Videoaufnahmen aus den Zügen zugreifen können müsse, um schneller auf Vorfälle reagieren zu können. Zudem wird eine sichtbare Aufstockung der Beamten an Bahnhöfen und in Zügen gefordert – allerdings mit der Flexibilität, die Personalkapazitäten je nach Gefahrenlage anzupassen.
Über die polizeilichen Maßnahmen hinaus setzt sich Bremen für ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in allen Bahnanlagen ein. Die Stadt besteht darauf, dass die Finanzierung für zusätzliches Zugpersonal und Sicherheitsteams gesichert wird – mit klar definierten Aufgabenbereichen. Vorschläge, die allein auf technische Lösungen wie Kameras oder Alarmanlagen ohne zusätzliches Personal setzen, wurden von den Behörden abgelehnt.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Forderung nach schärferen Strafen für Angreifer auf Verkehrsmitarbeiter. Bremen argumentiert, dass die aktuellen Sanktionen keine abschreckende Wirkung entfalten und das Personal so wiederholten Übergriffen schutzlos ausgeliefert sei.
Ziel der Initiativen ist es, die Gewalt zu reduzieren und die Sicherheit für Fahrgäste wie Beschäftigte gleichermaßen zu erhöhen. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, wären mehr Beamte in Zügen, strengere Kontrollen gefährlicher Gegenstände und gesicherte Mittel für Sicherheitskräfte die Folge. Bremen wartet nun auf weitere Beratungen mit Bundesbehörden und der Bahn.






