Braunschweig plant neue Kita in Weststadt – modular und inklusiv bis 2030
Finn SimonBraunschweig plant neue Kita in Weststadt – modular und inklusiv bis 2030
In Braunschweig haben die Verantwortlichen Pläne für eine neue Kita im Stadtteil Weststadt vorgestellt. Die Einrichtung, die in der Unstrutstraße entstehen soll, zielt darauf ab, die akute Knappheit an Betreuungsplätzen in der Region zu lindern. Bei Genehmigung des Vorhabens soll sie als Modell für künftige Bauten in modularer Bauweise dienen.
Die Kita in der Unstrutstraße wird Platz für drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe bieten. Zudem ist im Entwurf ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum vorgesehen. Trägereinrichtung wird der Caritasverband Braunschweig sein, der bereits zwei weitere Kitas in der Nähe – an der Ilmenaustraße und am Muldeweg – betreibt.
Weststadt verzeichnet die höchste Nachfrage nach Kinderbetreuung in der gesamten Stadt: Aktuell fehlen 84 Krippenplätze und 63 Kindergartenplätze. Die Versorgungsquote liegt deutlich unter den Zielvorgaben: Bei den Krippen beträgt sie 31,1 Prozent (Ziel: 45 Prozent), während die Kindergärten eine Abdeckung von 93,5 Prozent erreichen (Ziel: 102 Prozent).
Die Gesamtkosten des Projekts sind auf 10 Millionen Euro begrenzt. Mit dem Baubeginn könnte 2028 gerechnet werden, die Fertigstellung ist für 2030 avisiert – vorausgesetzt, die Pläne erhalten grünes Licht. Über den Antrag stimmt der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 17. Juni ab.
Die neue Kita würde nicht nur den dringenden Bedarf decken, sondern auch die modulare Bauweise für künftige Projekte erproben. Bei einer Bewilligung markiert sie den ersten Schritt zur schrittweisen Erweiterung der Betreuungskapazitäten in Weststadt innerhalb der nächsten sechs Jahre.






