Braunschweig plant bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung mit Fernwärme und erneuerbaren Energien
Hannah FuchsBraunschweig plant bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung mit Fernwärme und erneuerbaren Energien
Braunschweig macht großen Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung
Die Stadt Braunschweig hat mit der Verabschiedung eines Entwurfs für die kommunale Wärmeplanung (KWP) einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung gesetzt. Bis 2040 soll die Wärmeversorgung vollständig dekabronisiert werden – durch den Ausbau der Fernwärme, den Einsatz von Wärmepumpen und lokale erneuerbare Energien. Noch in diesem Sommer sind öffentliche Informationsveranstaltungen geplant, um die Bürger über die anstehenden Veränderungen aufzuklären.
Der Ausschuss für Umwelt und Grünflächen hat kürzlich den KWP gebilligt, der 18 konkrete Maßnahmen für die Wärmewende vorsieht. Dazu gehören Aufklärungskampagnen, Studien zum Potenzial erneuerbarer Energien sowie gezielte Unterstützung für Unternehmen und Handwerksbetriebe über das städtische Klimaschutznetzwerk.
Der Plan unterteilt Braunschweig in 177 Teilgebiete, die jeweils auf ihre Eignung für verschiedene Lösungen hin untersucht werden. Einige Zonen sollen an das erweiterte Fernwärmenetz angeschlossen werden, andere setzen auf lokale Alternativen wie Wärmepumpen. Die Stadt schließt jedoch aus, dass Fernwärme überall die günstigste Option ist, und setzt stattdessen auf maßgeschneiderte Ansätze.
Um den Prozess zu beschleunigen, wird Braunschweig Fördermittel für Quartiersenergiekonzepte und Sanierungsmanagement beantragen. Zudem entsteht ein neuer Wärmebeirat, der soziale Herausforderungen begleitet und sicherstellt, dass die Bedürfnisse der Bürger im Wandel berücksichtigt werden. Nach der Zustimmung des Stadtrats folgen öffentliche Informationsveranstaltungen, bei denen sich Anwohner über die geplanten Änderungen informieren können.
Mit dem beschlossenen Plan steuert Braunschweig innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu. Durch detaillierte Teilgebietsprofile, Förderanträge und Bürgerbeteiligung legt die Stadt den Grundstein für eine Kombination aus Fernwärme und erneuerbaren Alternativen. Als nächste Schritte stehen im Sommer Bürgerkonsultationen und die Einrichtung des Wärmebeirats an.






