08 April 2026, 08:12

Brandts Witwe Seebacher zerpflückt SPD: "Kein Kontakt mehr zur Basis"

Deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt.

Brandts Witwe Seebacher zerpflückt SPD: "Kein Kontakt mehr zur Basis"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat ihre ehemalige Partei, die SPD, scharf kritisiert. In einem aktuellen Interview stellte sie die politische Ausrichtung der Sozialdemokraten infrage und bezweifelte, dass die Partei heute noch eine Verbindung zu den Wählern herstellen könne. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Reflexion über den Wandel der SPD-Identität und deren politische Positionierung.

Seebacher hatte die SPD 1995 verlassen – drei Jahre nach Brandts Tod. Sie argumentierte, die Partei vertrete die Interessen der Arbeitnehmer nicht mehr, selbst wenn die klassische Industriearbeiterschaft an Bedeutung verloren habe. Stattdessen, so Seebacher, setze die SPD nun auf Tradition und Sozialpolitik, ohne neue Impulse zu setzen.

Die frühere SPD-Mitglied warf der Parteiführung vor, den Kontakt zur Basis verloren zu haben. Als Beispiel nannte sie die vegane Ernährung von Alexander Schweitzer, die sie als Teil einer allgemeinen Hinwendung zu politischer Korrektheit deutete. Die SPD, so Seebacher, habe sich von den Sorgen jener entfernt, für die sie einst eingetreten sei.

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Mit Blick auf die Zukunft riet Seebacher der CDU in Rheinland-Pfalz, sich gut zu überlegen, ob sie eine Zusammenarbeit mit der SPD eingehen solle. Sie ging sogar so weit, eine Kooperation mit der AfD als denkbare Option zu benennen. Ihre Aussagen erstreckten sich auch auf die Zukunft der Parteien im Allgemeinen: "Auch Parteien sind nicht für die Ewigkeit gemacht", so Seebacher.

Ihre Kritik unterstreicht die tiefen Gräben innerhalb der SPD über den aktuellen Kurs der Partei. Ihre Anmerkungen zu politischer Korrektheit und der Entfremdung von den Wählern befeuern die laufende Debatte über die Relevanz der Sozialdemokraten. Die Äußerungen könnten zudem die Diskussionen über mögliche Koalitionen in Rheinland-Pfalz beeinflussen.

Quelle