Brandenburger Grundschule setzt trotz AfD-Protesten Zeichen gegen Rassismus
Claudia SchmidtBrandenburger Grundschule setzt trotz AfD-Protesten Zeichen gegen Rassismus
Grundschule Bestensee in Brandenburg tritt dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei
Die Grundschule Bestensee in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Beschluss erfolgte nach einer Abstimmung unter den Schulmitgliedern, die sich mit großer Mehrheit für den Beitritt aussprachen. Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte kürzlich die Schule, um seine Unterstützung für die Initiative zu bekunden.
Zuvor hatte eine Elterninitiative gegen die Pläne der Schule protestiert, dem Netzwerk beizutreten. Der Gründer der Gruppe, ein Mitglied der rechtspopulistischen AfD, wirft dem Netzwerk vor, gegen das Neutralitätsgebot zu verstoßen. Seine Argumentation: Dadurch werde das Vertrauen in Schulen und demokratische Grundsätze untergraben.
Schulleitung und Bildungsbehörde wiesen diese Bedenken zurück. Sie betonten, dass die Arbeit des Netzwerks die Neutralitätspflicht nicht verletze. Trotz der Einwände stimmten 78 Prozent der abstimmungsberechtigten Schulmitglieder für den Beitritt. Die Wahlbeteiligung lag bei 92 Prozent und übertraf damit die erforderliche Zustimmungsquote von 70 Prozent.
Der Gründer der Initiative hat nun rechtliche Schritte eingeleitet. Er reichte beim Verwaltungsgericht Cottbus Klage ein und beantragt ein Urteil, das die Behörde zwingen soll, über einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Zusammenarbeit der Schule mit dem Netzwerk zu entscheiden.
Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann äußerte öffentlich seine Unterstützung für die Entscheidung der Schule. Über die Klage wird derzeit noch verhandelt. Die Schule wird nach Erreichen der notwendigen Zustimmung dem Netzwerk beitreten.






