05 April 2026, 02:08

Brandenburg plant 24-Stunden-Supermärkte ohne Personal für bessere Versorgung auf dem Land

Ein belebter Markt im alten Stadtkern von Heidelberg mit Menschen, die gehen, auf Bänken sitzen und in der Nähe von Zelten stehen, umgeben von Gemüsekörben auf Tischen, Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Brandenburg plant 24-Stunden-Supermärkte ohne Personal für bessere Versorgung auf dem Land

Die brandenburgische Koalitionsregierung unterstützt Pläne, die den Betrieb von personalfreien, automatisierten Supermärkten rund um die Uhr ermöglichen sollen. Die vorgeschlagenen Änderungen würden es diesen "Smart Stores" erlauben, von Montag bis Samstag 24 Stunden am Tag geöffnet zu bleiben – entsprechend den bestehenden Regelungen für herkömmliche Geschäfte. Behördenvertreter betonen, dass das Vorhaben die Versorgung mit Lebensmitteln in ländlichen Regionen verbessern soll, wo große Einzelhändler zunehmend verschwinden.

Die von der SPD/CDU-Koalition getragenen Novellen sehen zudem vor, dass Smart Stores an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr öffnen dürfen. Dies entspricht den aktuellen Bestimmungen für klassische Supermärkte. Sozialminister René Wilke (SPD) argumentierte, die Änderungen würden helfen, lokale Versorgungsstrukturen zu erhalten und faire Lebensbedingungen im gesamten Land zu sichern.

Während der brandenburgische Entwurf noch im Landtag beraten werden muss, haben andere Bundesländer bereits ähnliche Gesetze eingeführt. Bisher hat jedoch kein Bundesland spezifische Regelungen für vollständig automatisierte, personalfreie Läden umgesetzt. Der Vorstoß der Regierung kommt zu einer Zeit, in der traditionelle Supermärkte in ländlichen Gebieten Brandenburgs unter wachsendem finanziellen Druck stehen und manche Gemeinden nur noch eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten haben.

Falls die Neuregelungen verabschiedet werden, könnten Smart Stores von Montag bis Samstag durchgehend und an bis zu sechs Sonntagen im Jahr geöffnet bleiben. Das Vorhaben zielt auf Versorgungslücken im ländlichen Einzelhandel ab, muss jedoch zunächst das parlamentarische Verfahren durchlaufen. Die Behörden hoffen, dass die Änderungen die Lebensmittelversorgung in unterversorgten Regionen stabilisieren werden.

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