25 April 2026, 22:08

Bosch-Chef Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral und fordert Reformen für mehr Produktivität

Ein detaillierter Stadtplan von Hohensberg, Deutschland, aus einem alten Buch, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und textuelle Informationen zur Stadt zeigt.

Bosch-Chef Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral und fordert Reformen für mehr Produktivität

Bosch-Chef Stefan Hartung verteidigt deutsche Arbeitsmoral – und lobt Wirtschaftsministerin Katharina Reiche

Bosch-Vorstandsvorsitzender Stefan Hartung hat sich gegen Vorwürfe verwahrt, wonach die Menschen in Deutschland zu wenig arbeiten würden. Gleichzeitig sprach er Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (parteilos) seine Unterstützung aus und lobte ihre unternehmerische Erfahrung als "erfrischende Bereicherung".

Hartung äußerte sich auch zu den größeren wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes und forderte Reformen, um die Produktivität und Investitionen zu stärken. Kritik an der Arbeitsbereitschaft der Deutschen wies er zurück: "Arbeit muss sich lohnen – dann arbeiten die Menschen auch hart. Ich sehe keinen Grund, die Menschen in unserem Land zu kritisieren." Gleichzeitig monierte er die hohe Steuerlast als Demotivationsfaktor und schlug Anreize vor, um längere Arbeitszeiten zu fördern – etwa eine zusätzliche Wochenstunde für alle Einkommensgruppen.

Skeptisch zeigte sich der Bosch-Chef gegenüber dem von der Regierung angekündigten "Reformfrühling". Viele geplante Änderungen seien komplexer, als sie zunächst erschienen, warnte er. Stattdessen plädierte er für kontinuierliche Anpassungen der Politik, bis Deutschland seine seit Langem bestehende Investitionsschwäche überwunden habe.

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Bei Infrastruktur und Standortbedingungen forderte Hartung deutliche Verbesserungen: moderne, zuverlässige Verkehrsnetze, niedrigere Steuern und weniger Bürokratie. Ein starkes Bildungssystem nannte er als weitere Priorität – notwendig sei ein Umfeld, in dem Unternehmen gedeihen könnten.

Besonderes Lob fand Hartung für Ministerin Reiche: "Ich finde es sehr erfrischend, dass wir eine Wirtschaftsministerin mit echter unternehmerischer Erfahrung haben", betonte er und hob ihren Werdegang als wertvolle Bereicherung für das Amt hervor.

Hartungs Äußerungen unterstreichen den Bedarf an strukturellen Veränderungen, um die deutsche Wirtschaft zu stärken. Seine Unterstützung für Reiche signalisiert Zustimmung aus der Industrie für ihren Kurs. Nun bleibt abzuwarten, ob die Regierung seinen Forderungen nach Steuersenkungen, besserer Infrastruktur und Bildungsreformen nachkommt.

Quelle