BMW kämpft 2026 mit Kurssturz und sinkenden Gewinnen – kann der neue i3 retten?
Claudia SchmidtBMW kämpft 2026 mit Kurssturz und sinkenden Gewinnen – kann der neue i3 retten?
BMW startet mit Rückschlägen ins Jahr 2026 – Aktie verliert 18,4 Prozent seit Januar
Der Automobilkonzern BMW hat einen holprigen Start in das Jahr 2026 erlebt: Seit Januar ist der Aktienkurs um 18,4 Prozent eingebrochen. Wie der jüngste Finanzbericht zeigt, gingen sowohl Gewinn als auch Umsatz im Jahr 2025 zurück – eine Entwicklung, die Fragen zur kurzfristigen Zukunft des Unternehmens aufwirft.
Laut den Jahreszahlen 2025 verzeichnete BMW einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 6,7 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Auch der Umsatz sank um 6,3 Prozent, was die allgemeinen Belastungen für das Geschäft widerspiegelt. Für 2026 wird erwartet, dass die EBIT-Marge im Autogeschäft weiter schrumpft – unter anderem wegen Zöllen, die sie voraussichtlich um etwa 1,25 Prozentpunkte drücken werden.
Ein wichtiger Meilenstein steht bereits im August 2026 an: Dann läuft im Münchner Werk die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i3 an. Das Modell überzeugt mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern und einer 800-Volt-Architektur für ultraschnelles Laden. Ob es BMW gelingt, mit Elektroautos endlich profitabel zu werden, wird sich an diesem Fahrzeug zeigen. Investoren verfolgen die Entwicklung mit Spannung – sein Erfolg könnte die Zukunft der Marke prägen.
Auch in der Führungsetage steht ein Wechsel bevor: Am 14. Mai 2026 übergibt Oliver Zipse den Chefposten an Milan Nedeljkovic. Die Übergabe fällt kurz nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das erste Quartal 2026, die für den 6. Mai geplant sind. Trotz der aktuellen Turbulenzen stuft Analystin Eunice Lee von Bernstein die Aktie weiterhin mit "Outperform" ein – mit Verweis auf langfristiges Wachstumspotenzial.
Aktuell notiert die BMW-Aktie bei 78,28 Euro, deutlich unter den Werten zu Jahresbeginn. Ob das Unternehmen seine jüngsten finanziellen Rückschläge überwinden kann, hängt maßgeblich vom Marktstart des i3 und der Strategie des neuen Vorstandschefs ab. Die Quartalszahlen im Mai könnten weitere Hinweise auf die künftige Ausrichtung liefern.






