27 April 2026, 22:08

Bartsch lehnt SPD-Pläne für Militärkredite ab und warnt vor Haushaltsverschwendung

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Bartsch lehnt SPD-Pläne für Militärkredite ab und warnt vor Haushaltsverschwendung

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, hat sich gegen einen Vorschlag ausgesprochen, der zusätzliche Kreditaufnahmen für Militärausgaben ermöglichen soll. Der Vorstoß kam von Matthias Miersch, dem parlamentarischen Geschäftsführer der SPD, der sich für eine Lockerung der Schuldenregeln angesichts der Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran aussprach. Bartsch hingegen sieht tiefgreifendere Probleme in der aktuellen Verwaltung und Verwendung der Mittel.

Bartsch kritisiert seit Langem die Handhabung der Sondervermögen und verweist auf Milliardenverschwendungen innerhalb der bestehenden Haushalte. Als Kontrolleur der Verteidigungsausgaben argumentiert er, dass eine bloße Aussetzung der Schuldenbremse für militärische Zwecke – bei gleichzeitiger Beibehaltung für andere Bereiche – weitere Ungleichgewichte schaffen würde. Seine Bedenken gehen über finanzielle Fehlsteuerung hinaus: Er warnt davor, dass übermäßige Rüstungsausgaben Ressourcen von dringend notwendigen Investitionen und Reformen abziehen könnten.

Der Linken-Politiker behauptet zudem, die Haltung der Kanzlerin zu Reformen habe sich seit der Wahl verändert. Die aktuelle Situation bezeichnet er als einen Wendepunkt, an dem dringendes Handeln erforderlich sei, um den sozialen Zusammenhalt zu wahren. Laut Bartsch haben frühere Kreditaufnahmen die versprochenen strukturellen Veränderungen nicht gebracht und zentrale Bereiche unterfinanziert zurückgelassen.

Seine Ablehnung von Mierschs Plan spiegelt eine grundsätzliche Skepsis wider, wie neue Schulden eingesetzt würden. Ohne klarere Prioritäten fürchtet Bartsch, dass zusätzliche Mittel demselben Muster der Ineffizienz folgen und dringende innere Bedürfnisse ungedeckt bleiben könnten.

Bartschs Zurückweisung des SPD-Vorschlags zur Kreditaufnahme unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der Finanzpolitik. Seine Warnungen konzentrieren sich auf die Risiken falsch verteilter Ausgaben und die Notwendigkeit gezielter Reformen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob eine Lockerung der Schuldenregeln akute Krisen lösen könnte – oder ob sie bestehende finanzielle und soziale Herausforderungen weiter verschärfen würde.

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