Avignon Festival feiert Premiere mit koreanischer Gastsprache 2024
Das 80. Avignon Festival hat Koreanisch als offizielle Gastsprache gewählt – zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals wird damit eine asiatische Sprache in das Programm aufgenommen. In früheren Ausgaben waren Englisch, Spanisch und Arabisch als Gastsprachen vertreten.
Vom 4. bis 25. Juli präsentiert das Festival neun Werke von sieben koreanischen Künstlern, die die Vielfalt der koreanischen Darstellenden Künste zeigen – von Theater bis zu zeitgenössischem Tanz. Das Gastsprachenprogramm des Festivals zielt darauf ab, ein breites Spektrum an Aufführungen vorzustellen, die mit der ausgewählten Sprache verbunden sind. In diesem Jahr bringen koreanische Künstler eine Mischung aus Theater, Tanz und experimentellen Werken nach Avignon.
Zu den eingeladenen Produktionen gehört eine szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht (für das Festival in Olseau umbenannt). Die Regisseurin Koo Ja-ha zeigt drei eigenständige Stücke: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Weitere Aufführungen sind Lee Kyung-sungs Inselgeschichte, Lee Jin-yeobs Mulji und Lee Jar-rams Schnee, Schnee, Schnee.
Auch der zeitgenössische Tanz spielt eine zentrale Rolle: Her Sung-ims 1 Grad Celsius setzt sich tanzend mit Umweltthemen auseinander. Den Abschluss bildet KIN: Yeonhee Project 1 von Liquid Sound – ein experimentelles audiovisuelles Erlebnis.
Die Auswahl unterstreicht das Engagement des Festivals für kulturellen Austausch. Durch den Fokus auf koreanische Künstler sollen europäische Zuschauer mit neuen Formen des Erzählens und der Darstellung vertraut gemacht werden.
Das Avignon Festival 2024 findet vom 4. bis 25. Juli statt, mit Koreanisch als Gastsprache. Neun Produktionen von sieben Künstlern – darunter Theater, Tanz und Multimedia-Performances – werden gezeigt. Damit setzt das diesjährige Programm einen Präzedenzfall: Erstmals steht eine asiatische Sprache im Mittelpunkt der Festivalgeschichte.






