Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro bringen antike Schätze zurück
Claudia SchmidtGrünes Licht: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro bringen antike Schätze zurück
Augsburg rückt näher an die Eröffnung eines neuen Römermuseums – dank 30-Millionen-Förderung des Freistaats Bayern
Augsburg kommt der Verwirklichung eines neuen Römermuseums einen großen Schritt näher, nachdem die bayerische Staatsregierung eine Förderung in Höhe von 30 Millionen Euro bewilligt hat. Die Stadt, einst als Augusta Vindelicum bekannt, war eine bedeutende römische Siedlung und die Hauptstadt der Provinz Raetien. Die Pläne für das Museum werden seit der Schließung des alten Standorts im Jahr 2012 wegen statischer Probleme vorangetrieben.
Das ursprüngliche Römermuseum musste vor über einem Jahrzehnt seine Türen schließen, sodass die Stadt seither keinen eigenen Ausstellungsort für ihre antiken Schätze mehr hatte. Zu den bedeutendsten Funden zählen ein seltenes Mosaik aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr., das 1986/87 im Stephansgarten entdeckt wurde, sowie zwei weitere Mosaike aus derselben Grabung. An der Stelle kamen zudem Wandmalereien, Stuckarbeiten, Marmorverkleidungen und eine Fußbodenheizung in der Nähe des Forums zutage. Auch eine Glas-Schale aus dem 4. Jahrhundert mit einer Darstellung von Adam und Eva – ein weiterer herausragender Fund – wird im neuen Museum zu sehen sein.
Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 60 Millionen Euro geschätzt, wobei der Freistaat die Hälfte der Summe übernimmt. Das Museum entsteht auf einem staatseigenen Grundstück in der Karmelitengasse, dem ehemaligen Gefängnisareal. Es soll eng mit der Landesausstellung "Römisches Bayern" verknüpft werden, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird.
Bei Zustimmung des Stadtrats könnte das Museum bis 2033 seine Pforten öffnen. Die restaurierten Mosaike und anderen Exponate, die derzeit in Depots lagern, werden dann endlich der Öffentlichkeit zugänglich sein.
Das neue Museum wird wichtige römische Artefakte – darunter Mosaike und die seltene Glasschale – wieder der Öffentlichkeit präsentieren. Mit der Landesförderung und einem geplanten Fertigstellungstermin im Jahr 2033 markiert das Vorhaben einen bedeutenden Schritt zur Bewahrung des römischen Erbes Augsburgs. Die endgültige Zustimmung des Stadtrats bleibt der nächste entscheidende Meilenstein.






