05 June 2026, 12:46

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Arbeitskultur oder gezielte Kampagne?

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxische Arbeitskultur oder gezielte Kampagne?

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt: Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischen Drucks unter den Mitarbeitenden. Doch wichtige Vertreter des Theaters stellen sich hinter Stolz und loben ihre Führung seit ihrem Amtsantritt im November 2023.

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Der undatierte, namenlose Brief gibt vor, die Meinung von 25 fest angestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, und zeichnet ein düsteres Bild der Arbeitsbedingungen unter Stolz’ Leitung. Es wird von weitverbreiteter Verunsicherung und belastenden Arbeitsverhältnissen berichtet – doch bisher hat sich niemand öffentlich zu den Beschwerden bekannt.

Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Behauptung zurück, der Brief spreche für die gesamte Belegschaft. Solche anonymen Vorwürfe seien auch an anderen Theatern keine Seltenheit, betonte er. Stattdessen hob er Stolz’ Erfolge hervor, darunter eine stärkere Verankerung des Theaters in der Stadt und eine verbesserte Zugänglichkeit für das Publikum. Auch der Theateraufsichtsratsvorsitzende Maurice Schönleben (SPD) äußerte sich unterstützend und nannte die Entwicklung seit 2023 „beachtlich“. Stolz sei die richtige Führungskraft für den anstehenden Wandel der Institution.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine bevorstehende Premiere weiter, und viele Teammitglieder sollen weiterhin mit Engagement bei der Sache sein. Trotz der Spannungen verzeichnete die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 95.000 verkaufte Tickets. Besonders erwähnenswert ist das Wachstum im Bereich des Jugendtheaters – ein Zeichen für die breite öffentliche Unterstützung von Stolz’ Kurs.

Die Kontroverse rückt Stolz’ Führung in den Fokus der Kritik, während ihre Befürworter auf konkrete Erfolge bei Besucherzahlen und Stadtbindung verweisen. Da der Brief keine namentlichen Unterschriften trägt, bleibt die Debatte über die Arbeitsbedingungen ungeklärt. Die nächste Premiere wird wie geplant stattfinden – auch wenn die internen Gräben weiterbestehen.

Quelle