23 May 2026, 22:10

AfD überholt CDU/CSU: Warum die Wirtschaftskrise Wähler in die Arme der Rechtsextremen treibt

Mit der AfD umgehen

AfD überholt CDU/CSU: Warum die Wirtschaftskrise Wähler in die Arme der Rechtsextremen treibt

Die Unterstützung für die rechtsextreme AfD steigt in ganz Deutschland stark an. Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Partei bundesweit die konservative CDU/CSU überholt hat – in Sachsen-Anhalt liegt sie bereits bei über 40 Prozent. Gleichzeitig belasten steigende Preise für Grundgüter und Energie die Haushaltskassen, während die Inflation die Kaufkraft aushöhlt.

Die Wirtschaftskrise trifft die Bevölkerung härter als die Coronapandemie: Lebensmittel, Restaurantbesuche und Reisen werden teurer. Die Kosten für Benzin, Heizöl und Erdgas sind stark gestiegen, nicht zuletzt wegen der Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran. Viele Wähler fürchten nun einen langfristigen Niedergang und wenden sich der AfD zu, die sich als Beschützerin der „traditionellen Mehrheit“ inszeniert.

In Sachsen und Thüringen ist eine Regierungsbildung ohne die AfD bereits kaum noch möglich. Experten warnen, dass dies bald bundesweit gelten könnte. Selbst konservative Kommentatoren drängen die CDU/CSU inzwischen zu einer Zusammenarbeit mit der AfD – trotz deren umstrittener Haltung zu Russland und dem Ukraine-Krieg.

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Die verschärfte Migrationspolitik der Union hat den Aufschwung der AfD nicht bremsen können. Umfragen deuten darauf hin, dass die bisherigen Strategien den Trend nicht umkehren werden. Dennoch bleiben viele Bürger überraschend gelassen: Sie glauben entweder, nicht betroffen zu sein, oder dass eine von der AfD geführte Regierung ihr Leben nicht verändern würde.

Kritiker vergleichen die Haltung der Bevölkerung mit der Fabel vom Frosch, der im langsam erhitzten Wasser sitzen bleibt, bis es kocht. Anders als der Frosch hätten die Menschen jedoch noch die Möglichkeit zu handeln, bevor sich die Lage weiter verschärft.

Der Aufstieg der AfD fällt in eine Zeit wachsender wirtschaftlicher Belastungen und schrumpfender politischer Alternativen. Angesichts weiter steigender Energie- und Lebenshaltungskosten könnte der wachsende Einfluss der Partei die politische Landschaft Deutschlands nachhaltig verändern. Die CDU/CSU steht nun vor schwierigen Entscheidungen, da herkömmliche Strategien die Entwicklung nicht aufhalten.

Quelle