30 April 2026, 00:16

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf gegen Berliner Gaffel Haus

Eine große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin, mit Schildern, Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und Himmel.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf gegen Berliner Gaffel Haus

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden vergangenes Wochenende aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, betraf der Vorfall Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau. Mitarbeiter des Gaffel Haus sollen die drei wegen ihrer Parteizugehörigkeit zum Verlassen des Lokals aufgefordert haben.

Der Vorfall ereignete sich am 14. April. Zunächst wurden nur Krah und Rau gebeten, die Gaststätte zu verlassen. Als Janich nach dem Grund für die Aufforderung fragte, wurde auch er des Hauses verwiesen.

Krahs Mitgliedschaft in der AfD hatte bereits zuvor für Kontroversen gesorgt. So hatte die Leipziger Buchmesse eine Einladung an ihn, einen Roman zu präsentieren, zurückgenommen. Auch der Friedrich Pustet Verlag beendete eine geplante Zusammenarbeit für ein Buch von ihm.

Nach dem Kneipen-Vorfall rief Krah seine Anhänger dazu auf, das Gaffel Haus zu boykottieren. Er deutete an, dass Kunden durch Fernbleiben Einfluss auf das Geschäft nehmen könnten. Die Leitung des Gaffel Haus hat auf eine Anfrage der Bild nach einer Bestätigung bisher nicht reagiert.

Die drei AfD-Politiker wurden wegen ihrer Parteizugehörigkeit aus der Berliner Kneipe verwiesen. Krahs Aufruf zum Boykott folgt auf frühere Auseinandersetzungen, die mit seiner politischen Einstellung zusammenhängen. Die Gaststätte hat sich zu dem Vorfall bisher nicht geäußert.

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